Rückblick 2004


Preisverleihung 2004

zum Thema "Neue Aspekte zur Pathogenese von Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms"

am 19. März in Frankfurt am Main im Haus der Frankfurter Sparkasse

 

Willkommensgruß an Preisträger und Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden der Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich-Stiftung

Herrn Günter Heinrich

 

 





Das Portrait der Stifterin von Stiftungsvorstand

RA Peter Ruppenthal

 





Festvortrag vom Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts

Prof. Dr. Johannes Löwer

 

 



Ein kleines "Dankeschön" an den Festredner

Von links nach rechts:
Vorstandsvorsitzender Günter Heinrich
Dr. med. Florian Obermeier
Prof. Dr. Rogler
Prof. Dr. Johannes Löwer



Preisträger, Festredner und geladene Gäste




 



Verleihung des ersten Förderpreises 2004 
durch Stiftungsvorstand P
rof. Dr. Werner Groß

Von links nach rechts:
P
rof. Dr. Werner Groß
Dr. med. Florian Obermeier




Verleihung des zweiten Förderpreises 2004

Von links nach rechts:
Prof. Dr. Werner Groß
Dr. med. Florian Obermeier
Dr. med. Helmut Salih




Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

Dr. med. Florian Obermeier

 




Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

Dr. med. Helmut Salih

 

 


Preisverleihung 2004

Von links nach rechts:
Stiftungsvorstand Günter Heinrich
Dr. med. Florian Obermeier
Dr. med. Helmut Salih
Prof. Dr. Johannes Löwer

 

Alle Fotos: Gerd Scheffler, Frankfurt am Main

 

 

 

Freundlich-Preis für Nachwuchsmediziner 2003/2004

Erforschung von Darmerkrankungen

Frankfurt am Main

Für ihre Forschung über "Neue Aspekte zur Pathogenese von Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms" werden in Frankfurt am Main zwei junge Wissenschaftler ausgezeichnet. Sie werden am Freitag, 
19. März 2004 den mit insgesamt € 15.000,- dotierten Dr. Walter und Luise Freundlich Preis 2004 erhalten. Dieser Preis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für medizinische Nachwuchswissenschaftler in Deutschland. Bei der Bewertung der Arbeiten wurde der Schwerpunkt gelegt auf zukunftsweisende und damit förderungswürdige Grundlagenforschungen und deren klinischen Bezug.

€ 10.000,- gehen an Dr. Florian Obermeier aus Regensburg

€ 5.000,- an Dr. med. Helmut Salih aus Tübingen

Florian Obermeier (33) geboren in Regensburg, arbeitet an der Universität Regensburg-Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I. Er beschäftigt sich mit dem Schutz vor chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn) sowie der Behandlung zur Durchbrechung der fortwährenden intestinalen Entzündung. Interessanterweise zeigte sich, dass bakterielle D N A als Bestandteil der Darmbakterien (Darmflora), eine entscheidende Rolle bei der chronisch intestinalen Entzündung spielt. Auf diese Erkenntnis aufbauend wurde von ihm im experimentellen Modell die Behandlung erfolgreich erprobt. Besonders reizvoll dabei ist, dass diese Methode, im Gegensatz zu den meisten klinisch etablierten Therapien, zu keiner generellen Immunsuppression führt.

 

Helmut Salih (34) wurde in Weilheim Obb. geboren und arbeitet am Universitätsklinikum Tübingen-Medizinische Klinik II. Er erhält diese Auszeichnung für seine Arbeiten zu Eiweiss-Molekülen, die auf Tumorzellen, nicht aber auf gesunden Körperzellen vorhanden sind und über welche Tumorzellen von Killerzellen des Immunsystems erkannt und zerstört werden. In seinen Arbeiten, die auch von der Deutschen Krebshilfe unterstützt werden, konnte er zeigen, dass Tumorzellen diese Eiweiss-Moleküle abwerfen, um einer Erkennung durch Killerzellen zu entgehen. Zudem entwickelte er eine Methode, um die abgeworfenen Eiweiss-Moleküle im Blut nachzuweisen und die Untersuchung für die Früherkennung von Darmkrebserkrankungen zu nutzen. Gegenwärtig erforscht er die molekularen Grundlagen der Freisetzung, um Wege zu finden, wie diese verhindert und so Krebszellen vom Immunsystem besser zerstört werden können.