Rückblick 2005

 



Neue Mitglieder im Stiftungsvorstand und im Wissenschaftlichen Beirat


Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit im Vorstand der Freundlich-Stiftung
wurde Herr Professor Dr. Werner Groß am 27. November 2005 zum Ehrenmitglied

des Stiftungsvorstands auf Lebenszeit ernannt.


Als Nachfolger im Amt und Mitglied des Stiftungsvorstands wurde berufen:
Herr Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Gerd Geißlinger
Professor für Klinische Pharmakologie an der Johann Wolfgang Goethe – Universität
Frankfurt am Main, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie.

(Vita Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Gerd Geißlinger)

 

Zur gleichen Zeit wurden zu neuen Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats berufen:

1.   Herr Professor Dr. med. Jörg Schumann, Chirurg, Bad Homburg v.d.H.

2.   Frau Professor Dr. med. Barbara Zieger, Kinderklinik Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg

3.   Herr Professor Dr. med. Gisbert Kober,
      Mitglied des
Cardioangiologischen Centrums Bethanien, Frankfurt am Main

4.   Dr. rer. nat. Detlef Rohm, Leiter der Hauptabteilung Qualitätskontrolle bei Biotest Pharma GmbH, Langen

(Verabschiedung Professor Dr. med. Jörg Schumann im St. Marienkrankenhaus Dernbach)

Die Herren Professor Dr. rer. nat. Peter Geck, Ruhla Thüringen,
Professor Dr. med. J. P. Kaltwasser Frankfurt am Main
Professor Dr. med. Ulrich Leuschner
schieden nach mehr als zehnjähriger, engagierter Mitarbeit hochverdient
aus der Bewertungskommission aus.
Sie bleiben der Stiftung in beratender Funktion erhalten.









Freundlich-Preis 2005 für Nachwuchsmediziner

Frankfurt am Main


Für Ihre Forschung über:

„Pathogenetische Mechanismen bei der Entwicklung von 
Fernmetastasen gastrointestinaler Tumoren“

werden in Frankfurt am Main zwei junge deutsche Wissenschaftler ausgezeichnet. Sie werden am Donnerstag, dem 14. April 2005 den mit insgesamt € 15.000,-- dotierten Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich – Preis 2005 erhalten.
Dieser Preis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für medizinische Nachwuchswissenschaftler in Deutschland. Bei der Bewertung der Arbeiten wurde der Schwerpunkt gelegt auf zukunftsweisende und damit förderungswürdige Grundlagenforschungen und deren klinischem Bezug.
€ 10.000,-- gehen an
Dr. med. Ralf Thorsten Henke, Göttingen; € 5.000,-- gehen an Dr. med. Dieter Saur, München.


Dr. Ralf T. Henke (30), geboren in Bonn, arbeitet in der Abteilung Hämatologie / Onkologie der Universität Göttingen. Zuvor war er als Forschungsassistent an der Georgetown University in Washington DC bei Professor Anton Wellstein tätig, wo er sich mit genetischen Grundlagen und Markern solider Tumore beschäftigte.
In dem von der Freundlich-Stiftung ausgezeichneten Projekt geht es um den

„Zusammenhang des Wachstumsfaktors „Pleiotrophin“ (PTN) und seines Rezeptors „Anaplastic Lymphoma Kinase“ (ALK)

mit der Metastasierung von Darmtumoren sowie der Überlebenszeit der Tumorpatienten.
Es wurde festgestellt, dass bei Tumoren mit Fernmetastasen sowohl PTN als auch ALK deutlich erhöht sind, während PTN und ALK signifikant seltener in Tumoren ohne bekannte Metastasen gefunden wurden. Dies zeigt die Bedeutung von PTN und ALK für die Metastasierung. Bei der Betrachtung aller Patienten fanden sich erwartungsgemäß deutlich  geringere Überlebenszeiten für Patienten mit Tumoren mit hohem PTN und ALK.
Überraschenderweise konnte dieser Unterschied in der Überlebenszeit jedoch auch beobachtet werden, wenn die Untergruppe der Patienten mit Tumoren ohne bekannte Fernmetastasen beobachtet wurden. PTN und ALK könnten somit als frühe Marker einer okkulten Metastasierung dienen.
Die Bindung von PTN an den Rezeptor ALK vermittelt viele, für Tumore relevante Effekte, wie Gefäßneubildung, Invasivität und Antiapoptose. Besonders reizvoll für eine spätere klinische Anwendung ist, dass PTN und ALK in gesundem Gewebe in nur geringer Konzentration vorliegen, im Gegensatz zu verwandten Wachstumsfaktoren / Rezeptor-Systemen. Eine Interferenz mit dem PTN / ALK – System lässt daher nur wenig Nebenwirkung erwarten.

Dieter Saur (36),
geboren in Wolfratshausen, arbeitet im Klinikum rechts der Isar der TU München, II. Medizinische Klinik und Poliklinik (Direktor Professor Dr. R. M. Schmid). Er interessiert sich für die genetischen Ereignisse, die zur Metastasierung von bösartigen Tumoren des Gastrointestinaltraktes führen. Über 90% aller krebsbedingten Todesfälle sind durch die Ausbildung von Tochtergeschwülsten in der Umgebung des Primärtumors, oder in entfernt liegenden Organen bedingt.
In der ausgezeichneten Arbeit 

„CXCR4 expression increases liver and lung metastasis in a mouse model of pancreatic cancer”

wurde von Dr. Saur ein neuartiges molekulares Bildgebungssystem etabliert, mit dessen Hilfe die Wanderung von Tumorzellen in lebenden Organismen verfolgt werden kann. Hierdurch konnte gezeigt werden, dass die Genexpression des Chemokinrezeptors CXCR4 zu Lungen- und Lebermetastasierung von Pankreaskarzinomen führt. Durch eine pharmakologische Blockade des CXCR4 Rezeptors konnte die Fernmetastasierung von Pankreaskarzinomzellen dagegen verhindert werden. Somit wurde von Dr. Saur ein neues Theraphieprinzip etabliert, das erstmals eine anti-metastasische Behandlung von Patienten mit Pankreaskarzinom ermöglicht.






Preisverleihung 2005

zum Thema „Pathogenetische Mechanismen bei der Entwicklung von 
Fernmetastasen gastrointestinaler Tumoren“

am 14. April in Frankfurt am Main im Haus der Frankfurter Sparkasse




Willkommensgruß an Preisträger und Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden der Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich-Stiftung

Herrn Günter Heinrich


Festrede und Portrait der Stifterin anläßlich des 10 jährigen Jubiläums der Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich-Stiftung von Stiftungsvorstand

RA Peter Ruppenthal


Vortrag zum diesjährigen Förderpreis von 
Stiftungsvorstand

Prof. Dr. Werner Groß


Verleihung des ersten Förderpreises 2005 

Von links nach rechts:
Dr. med. Ralf T. Henke
Prof. Dr. Werner Groß
 



Verleihung des zweiten Förderpreises 2005

Von links nach rechts:
Dr. med. Dieter Saur
Prof. Dr. Werner Groß





Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

Dr. med. Ralf T. Henke






Laudatio zu dieser Arbeit von

Professor Anton Wellstein

Georgetown USA







Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

Dr. med. Dieter Saur






Laudatio zu dieser Arbeit von

Professor Dr. R. M. Schmid
Direktor II. Med. Klinik

TU München







Preisverleihung 2005

Von links nach rechts:
Prof. Dr. Werner Groß
Dr. med. Dieter Saur
Dr. med. Ralf T. Henke
Stiftungsvorstand Günter Heinrich



Preisträger, Laudatoren und Stiftungsvorstand


Von links nach rechts:
Professor Dr. R. M. Schmid
Professor Anton Wellstein
Dr. med. Dieter Saur
Dr. med. Ralf T. Henke
Prof. Dr. Werner Groß
Vorstandsvorsitzender Günter Heinrich



Preisträgerin 1998 und Preisträger 2005

Von links nach rechts:
Dr. med. Dieter Saur
Dr. med. Barbara Zieger
Dr. med. Ralf T. Henke




Preisträgerin 1998, Preisträger 2005 und Stiftungsvorstand

Von links nach rechts:
Dr. med. Dieter Saur

RA Peter Ruppental
Dr. med. Barbara Zieger
Stiftungsvorstand Günter Heinrich

Dr. med. Ralf T. Henke
Prof. Dr. Werner Groß



Ehrengäste und Stiftungsvorstand

Von links nach rechts:
Magistratsdirektor Peter Peiker
mit Begleitung
Prof. Dr. Werner Groß
RA Peter Ruppental
Stiftungsvorstand Günter Heinrich



Preisträger, Festredner und geladene Gäste
















Alle Fotos: Gerd Scheffler, Frankfurt am Main



Ausflug auf den Maintower

mit Preisträgern, Laudatoren und Stiftungsvorstand