Rückblick 2006


Preisverleihung 2006

zum Thema "Die Regulation der Angiogenese und daraus resultierende therapeutische Möglichkeiten“.

am 17. Mai in Frankfurt am Main im Haus der Frankfurter Sparkasse

 




Willkommensgruß an Preisträger und Gäste durch den Vorstandsvorsitzenden der Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich-Stiftung

Herrn Günter Heinrich


Das Portrait der Stifterin von Stiftungsvorstand

RA Peter Ruppenthal


Festvortrag vom Direktor der Klinik für Kinderheilkunde I, J.W. Goehte-Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr. Hansjosef Böhles


zum Thema "Gesundheitsprävention aus der Sicht der Kinderheilkunde - 
Wann ist es zu Spät?"






Vortrag zum diesjährigen Förderpreis von Stiftungsvorstand

  Prof. Dr. Dr. Geißlinger


Verleihung des ersten Förderpreises 2006 an
Dr. Michael Potente

Von links nach rechts:
Prof. Dr. Dr. Geißlinger
Dr. med. Michael Potente
PD
Dr. med. Claus Cursiefen

(Urkunde 1. Förderpreis)


Verleihung des zweiten Förderpreises 2006 an
Dr. Claus Cursiefen

Von links nach rechts:
Prof. Dr. Dr. Geißlinger
Dr. med. Michael Potente
PD
Dr. med. Claus Cursiefen

(Urkunde 2. Förderpreis)



Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

Dr. med. Michael Potente


visuell unterstützt


Laudatio zu dieser Arbeit von 

Professor Dr. Andreas Zeiher
Direktor Medizinische Klinik IV, J.W. Goehte-Universität Frankfurt am Main








Kurzvortrag über die prämierte Arbeit von

PD Dr. med. Claus Cursiefen


visuell unterstützt


Laudatio zu dieser Arbeit von

Professor Dr. Friedrich E. Kruse
Direktor der Universitätsaugenklinik Friedrich-Alexander, Universität Erlangen-Nürnberg







Preisverleihung 2006

Von links nach rechts:
Professor Dr. Andreas Zeiher
Dr. med. Michael Potente
Stiftungsvorstand Günter Heinrich
PD Dr. med.
Claus Cursiefen
Professor Dr. Friedrich E. Kruse


Preisträger und Stiftungsvorstand

Von links nach rechts:
Vorstandsvorsitzender Günter Heinrich
Dr. med. Michael Potente
PD Dr. med.
Claus Cursiefen




Preisträgerin Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2005 und Preisträger 2006 der Freundlich-Stiftung

Von links nach rechts:
Dr. med. Michael Potente
Professor Dr. Stefanie Dimmeler, Labor für Molekulare Kardiologie,
J.W. Goehte-Universität Frankfurt/Main
PD Dr. med. Claus Cursiefen



Preisträger, Festredner und geladene Gäste
















Alle Fotos: Gerd Scheffler, Frankfurt am Main



Ausflug auf den Maintower
mit Preisträgern und Stiftungsvorstand








 

Freundlich-Preis 2006 für Nachwuchsmediziner

Frankfurt am Main


Für Ihre Forschung über:

„Die Regulation der Angiogenese und daraus resultierende
therapeutische Möglichkeiten“.

werden in Frankfurt am Main zwei junge deutsche Wissenschaftler ausgezeichnet. Sie werden am Mittwoch, dem 17. Mai 2006 den mit insgesamt € 22.500,-- dotierten Dr. Walter Freundlich und Luise Freundlich – Preis 2006 erhalten.
Dieser Preis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für medizinische Nachwuchswissenschaftler in Deutschland. Bei der Bewertung der Arbeiten wurde der Schwerpunkt gelegt auf zukunftsweisende und damit förderungswürdige Grundlagenforschungen und deren klinischem Bezug.
€ 15.000,-- gehen an
Dr. med. Michael Potente, Frankfurt am Main; € 7.500,-- gehen an PD Dr. med. Claus Cursiefen, Erlangen.


Dr. med. Michael Potente (29), geboren in Aachen setzte sich schon während seines Medizinstudiums intensiv mit den molekularen Grundlagen der Regulation von Blutgefäßen auseinander. Er arbeitet seit 2003 als wissenschaftlicher Assistent in der kardiologischen Abteilung der Universität Frankfurt am Main unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas M. Zeiher und Frau Prof. Dr. Stefanie Dimmeler. Nach seiner mit Auszeichnung abgeschlossenen Promotion am Institut für Kardiovaskuläre Physiologie (Direktor: Prof. Dr. Rudi Busse), für die er mit dem Promotionspreis des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe Universität ausgezeichnet wurde, beschäftigte sich Michael Potente mit der Identifizierung von Genen, die spezifisch an der Regulation der Gefäßneubildung (Angiogenese)  beteiligt sind. Bedenkt man, dass Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall) mit immer noch 5 Millionen Todesfällen pro Jahr die häufigste Todesursache in Europa darstellen, sind grundlagenorientierte Forschungsarbeiten zur Identifizierung therapeutisch beeinflussbarer Zielmoleküle sowie Entwicklung innovativer Strategien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen dringend notwendig. In der von der Freundlich-Stiftung ausgezeichneten Arbeit

„Involvement of Foxo transcription factors in angiogenesis and postnatal neovascularization“

konnte erstmals eine Gruppe von Transkriptionsfaktoren, so genannte Foxo Transkriptionsfaktoren, als entscheidende Regulatoren der Gefäßneubildung im adulten Organismus identifiziert werden. So konnte gezeigt werden, dass eine Vielzahl von essentiell an der Gefäßneubildung beteiligter Gene entscheidend durch Foxo Faktoren kontrolliert werden. Da die gezielte Ausschaltung eines dieser Foxo Transkriptionsfaktoren in der Maus zu einer verstärkten Bildung und Ausreifung von Blutgefässen führte, stellt die Regulation dieser Faktoren möglicherweise ein neues therapeutisches Prinzip dar, welches zur Beeinflussung des Gefäßwachstums von Herz- und Kreislauferkrankungen nutzbar gemacht werden könnte.


Priv.-Doz. Dr. med. Claus Cursiefen, Oberarzt der Universitätsaugenklinik Erlangen, wird für seine Arbeit

 „VEGF-A stimulates lymphangiogenesis and hemangiogenesis in inflammatory 
   neovascularization via macrophage recruitment“


ausgezeichnet. Seine Arbeit wurde bereits  im renommierten Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Sie zeigt wichtige neue Mechanismen der entzündungsassoziierten Lymphangiogenese auf und ermöglicht damit antilymphangiogene Therapieansätze zur Vermeidung der Tumormetastasierung und zur Verbesserung des Transplantatüberlebens nach Organverpflanzung. Die Erkenntnisse sind über die Augenheilkunde hinaus auch in der Onkologie anwendbar.